Die Kunst des Gastgebens

... in Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft im Mittelstand

Wie begeistern wir Menschen so für eine gemeinsame Sache, dass sie sinnkoppeln und gern bereit sind, ihr Engagement, ihre Zeit und ihr Wissen einzubringen?

Meine Antworten, Ideen, Konzepte und Tools zur Gestaltung von partizipativen Veranstaltungen. Hier teile ich mein Know-how, reflektiere mit anderen unsere Erfahrungen und gebe Dir Tipps für die Praxis.

Gern unterstütze und begleite ich Dich auf Deinem Weg. Ich vermittle Impulsgeber aus meinem Netzwerk und gebe Events Rückenwind.

Foto: Tilo Hensel & madiko

Überzeugen, Begeistern, Umsetzen

Meine Veranstaltungen sind temporäre Forschungslabors für Innovationen. Ich lade die Teilnehmer ein, sich gegenseitig ihre Lernkurve abzukürzen. Geteiltes Wissen schafft die Basis für Neues — für alle. Die Intelligenz dafür ist bereits im Raum. Je nach Kontext ist es also die Kunst, diese Intelligenz in die Selbstwirksamkeit zu bringen und so dem Einzelnen und der Gruppe zunutze zu machen.

WorldCafé moderiert von Franziska Köppe, madiko

Teilnehmer eines von mir moderierten WorldCafés, das ihnen zur Strategie-Entwicklung diente. [Foto: madiko]

Was von mir moderierte und organisierte Veranstaltungen ausmacht:

  • interdisziplinärer, wertschätzender Austausch der Menschen
  • gemeinsam Nachdenken - fragend wie wissend
  • Klären von Anliegen und Erarbeiten von Lösungen
  • Vielfalt im Spannungsfeld philosophischer Fragen und konkreter Methoden und Werkzeuge

Qualität zieht Grenzen. Meine Veranstaltungen kosten Geld. Um Dich zu entscheiden, solltest Du Dich fragen: Will ich willfähiger Konsument oder mitbestimmender Macher sein? Willst Du Teil einer Bewegung sein, die nachhaltig agiert – sowohl wirtschaftlich als auch sozial und umweltfreundlich?

Was willst Du als Nächstes tun?

Veranstaltungen besuchen

Wie wollen wir leben und arbeiten — heute und in Zukunft? Komme mit Gleichgesinnten ins Gespräch und lerne meine Community kennen:

Walk To Talk (öffentlich)

Walk to Talk sind Gehspräche im Grünen. Wir treffen uns in urbaner Natur, um uns zirka zwei Stunden über sinnerfülltes Leben und Wirtschaften auszutauschen. Gehspräche haben keine Agenda. Bring mit, was Dich bewegt: eine Frage, eine Idee, eine Lösung.

Termine und weitere Infos findest Du via Walk-to-Talk.de

EnjoyWorkCamp

75 Praktiker · 2 Tage · 25 Sessions. EnjoyWorkCamp sind Forschungs- und Prüflabor, Arbeitstreffen, Ideenbörse, Marktplatz und Spielwiese für Geschäftsmodelle, Produkte, Leistungen und Organisationsstrukturen rund um Leben und Arbeiten im 21. Jahrhundert. Das Programm gestalten dabei die Teilnehmer selbst.

Seit 2014 führe ich jährlich die Unkonferenz unserer Community durch. Die Impulsgeber, die Dokumentation und alle Infos findest Du via EnjoyWork.camp.

INDUSTRIEcamp

Im Rahmen der Industriewoche 2017 fand erstmals das BarCamp für Fachleute aus Forschung und Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie statt. Es diente dem interdisziplinären Erfahrungsaustausch, als Pitch-Bühne für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Teilnehmer sowie der Arbeit an gemeinsamen Themen in kleinen Gruppen.

Klingt spannend, und Du möchtest beim nächsten BarCamp für die Industrie mit dabei sein? Save the date: Das zweite INDUSTRIEcamp findet statt am Dienstag, 08. Mai 2018, 13.00-20.00 Uhr an der Hochschule Aalen.

Alle Infos inklusive der Doku aus diesem Jahr findest Du via INDUSTRIE.camp.

Veranstaltungstipps

Im deutschsprachigen Raum wächst die Zahl an partizipativen Veranstaltungen kontinuierlich an. Das ist schön und führt nicht selten zur Qual der Wahl. Wir können schließlich nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

Lass mich daher Deine Aufmerksamkeit auf ausgewählte Formate lenken, die ich für besonders spannend für Menschen aus dem Mittelstand halte:

(Über) Franziska buchen

Wie kann ich Dich auf Deinem Weg am besten unterstützen?

Ad-hoc Beratung

Du planst eine Veranstaltung und willst Dein Event-Format hinterfragen? Willst Du das zugrunde­liegende Geschäfts­modell kritisch prüfen lassen und weiter­ent­wickeln? Wünschst Du Coaching, Men­to­ring oder Super­vision für Deine Ver­an­stal­tung?

Schreibe mir oder buche direkt in meinem Kalender.

Impulsgeber buchen

Du suchst eine Impulsgeberin / einen Impulsgeber für Dein Event? Zu meinem Netzwerk gehören Praktiker, Experten, Berater, Vorbilder aus unter­schied­lich­sten Lebens- und Arbeits­be­reichen. Es sind Menschen, die Huma­nis­mus und Aufklärung ebenso zu ihren Grund­prin­zi­pien gemacht haben wie ich.

Es sind Unternehmer mit Expertise, die über die Frage nachdenken, wie wir leben und arbeiten – und es in der Praxis erpro­ben. Bei denen Denken und Handeln in Einklang sind, auch wenn uns durchaus bewusst ist, dass wir mit den alltäglichen Wider­sprüch­lich­keiten stets auf's Neue unseren Weg finden müssen.

Schreibe mir oder buche direkt in meinem Kalender. Anhand Deiner Vorstellungen und Wünsche empfehle ich Dir gern geeignete Kandidaten, vermittle den Kontakt und übernehme gern alles Administrative für beide Seiten. Damit Ihr Euch auf die Veranstaltung und die Inhalte konzentrieren könnt.

Eine Auswahl an Themen, zu denen wir beitragen können (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Humanistische Wirtschaft / Betriebs­wirt­schaft mit Menschen
  • Firmen-DNA (insbesondere Firmen-Strang: Geschäfts­modelle, Arbeits­orga­ni­sation, Rollen­struktur, Entschei­dungs­design, Kommunika­tions­design, Prozesse, Beziehungen)
  • Zukunftsforschung
  • Digitale Disruption
  • Organisationsentwicklung
  • Personalentwicklung
  • Philosophie
  • Psychologie
  • Medizin / Gesundheit
  • Nachhaltigkeit
  • Gemeinwohlökonomie
  • Wirtschaftsethik
  • Biodiversität / Diversität
  • Architektur
  • Städtebau
  • Bauwesen
  • Handwerk
  • Industrie
  • Industrie-Automation
  • Sicherheit (Safety / Security)
  • Energieeffizienz
  • Mobilität (eMobilität, Fahrradkultur)
  • Digitale Transformation
  • Blockchain
  • FinTech
  • ImproTheater
  • Schauspiel
  • Musik
  • Tanz
  • Malerei / Zeichnen
  • Freischaffendes Künstlertum

Moderation für Deine Veranstaltung

Du suchst eine Moderatorin / einen Moderator für Dein Event?

Zu meinem Netzwerk gehören Praktiker, Experten, Berater, Vorbilder aus unter­schied­lich­sten Lebens- und Arbeits­be­reichen. Es sind Menschen, die Huma­nis­mus und Aufklärung ebenso zu ihren Grund­prin­zi­pien gemacht haben wie ich. Regelmäßig tausche ich mich mit ihnen über die Kunst des Gastgebens aus. So entwickeln wir uns beständig weiter.

Ob ich die Moderation für Deinen Event selbst übernehme oder ein Impulsgeber aus meinem Netzwerk, entscheiden wir beide gemeinsam.

Schreibe mir oder buche direkt in meinem Kalender ein Auftragsklärungsgespräch. Anhand Deiner Vorstellungen und Wünsche empfehle ich Dir gern geeignete Kandidaten, vermittle den Kontakt und übernehme gern alles Administrative für beide Seiten. Damit Ihr Euch auf die Veranstaltung und die Inhalte konzentrieren könnt.

Walk to Talk für Dein Event

Am wertschätzenden Diskurs wachsen wir. Wir bilden unsere Meinung und bleiben gedanklich flexibel. Die Bewegung in der Natur hält unsere sieben Sinne und unsere grauen Zellen fit.

Ich biete daher Strategie-Gespräche, Erfahrungs- und Wissensaustausch, Projekt-Meilensteine und “Lessons learned” als Walk to Talk an. Gern zu Zweit, zu Dritt, zu Viert… oder in einer größeren Gruppe.

Ob ich diesen Walk to Talk dann selbst moderiere oder ein Impulsgeber aus meinem Netzwerk, entscheiden wir gemeinsam.

Schreibe mir oder buche direkt in meinem Kalender.

Dokumentation

Foto, Film, Sketchnotes, Audio-Mitschnitt, Social Walls, Transkription, Event-Book — heute gibt es unzählige Formen, eine Ver­an­stal­tung live zu begleiten und zu doku­men­tie­ren.

In den vergangenen Jahren sammelte ich viel Erfahrung, baute meine Kompetenzen dahingehend auf und aus, und setzte alle genannten um.

Schau auch mal via madiko vorbei:

Klingt interessant? Schreibe mir oder vereinbare ein Kennenlern-Gespräch.

Mich aufschlauen

Du willst Deine Firma nach einer Wirtschaft ausrichten, die auf den Prinzipien von Humanismus und Aufklärung beruht? Du suchst nach (echten) Alternativen, wie dies gelingen kann und bist bereit, Deine Glaubenssätze zur konventionellen BWL zu hinterfragen? Dann bist Du hier richtig. Gern nehme ich Dich mit auf meine Reise des Verstehens der Kunst des Gastgebens. Lese einfach weiter ;-)

Diese Seite entwickelt sich weiter. Gern halte ich Dich auf dem Laufenden, wenn wir neue Gespräche publizieren oder neue Fallbeispiele, Methoden, Tools, Konzepte usw. online sind.

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Im Gespräch mit Gastgebern und Veranstaltern

Regelmäßig tausche ich mich mit anderen zur Kunst des Gastgebens aus. Welche Themen interessieren sie? Wie bringen sie Gleichgesinnte zu diesen Themenstellungen zusammen? Worauf achten sie dabei? Wie entwickeln sie Veranstaltungsformate weiter? Was sind Trends? Was gibt es Neues?

Lass Dich inspirieren:

Inklusion. Nur in cool.

29.03.2017 · Im Gespräch mit Johannes Mairhofer über Barrierefreiheit, Teilhabe und den freien Zugang zu Wissen.

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Digitale Trans­formation im Bau

21.02.2017 · Im Gespräch mit Roland Riethmüller über die Digitalisierung im Bauhandwerk und das Handwerkscamp.

Weiterlesen

FAHRRADkultur und aktive Mobilität

10.01.2017 · Im Gespräch mit Roland Dürre über Fortbewegung mit Muskelkraft und das AktMobCmp.

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Corporate Social Responsibility

10.12.2015 · Im Gespräch mit Kai-Uwe Hellmann über gesellschaftliche Verantwortung und das CSRcamp.

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Das Prinzip der Grundbedürfnisse

25.06.2015 · Zu Gast bei Stefan Schneider und die Reflexion unseres Austauschs über Gastgeben und Raumgestaltung.

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Bühne frei bei madiko

22.06.2015 · Im Gespräch mit Stephan List über Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft, über Wertschätzung, BarCamps, OpenSpace und Walk to Talk

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Weitere Beiträge findest Du via
Die Kunst des Gastgebens » Im Gespräch

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Meine Reise des Verstehens

Die Motivation, diese Seite aufzubauen

Meine Arbeitsthese ist:

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft beruhen auf den Prinzipien von Humanismus und Aufklärung. Dort, wo Menschen ihre Selbstwirksamkeit spüren, entsteht Motivation und Engagement — die Basis für WandelMut. Die Kunst des Gastgebens ist es, dieses Potenzial für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft nutzbar zu machen.

Franziska Köppe · madiko

Zahlreiche Glaubenssätze der konventionellen Betriebswirtschaftslehre widersprechen diesen Grundannahmen. Ich halte BWL daher für überholt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten habe ich mich auf den Weg begeben, eine humanistische Wirtschaft zu etablieren. Mit konstruktiver Skepsis, Durchhaltevermögen sowie Mut und Freude am Neuen gehen wir unseren Weg.

Im Dienste des Gemeinwohls

Gern teile ich mein Wissen. Möge es dazu beitragen, dass die Alternativen bekannter werden und wir — jeder auf seine Weise und in seinem direkten Umfeld — die Lebensqualität unserer Gesellschaft zum Wohle aller verbessern können.

Hier bündele ich all meine Erkenntnisse rund um die Kunst des Gastgebens. Stück für Stück entsteht eine Sammlung zu den Event-Formaten, die auf Selbstorganisation, Partizipation und gewaltfreier Kommunikation beruhen.

Sie alle können – je nach Kontext und Wunsch an die Veranstaltung – dem sinnvoll Wirtschaften dienen. In der Umsetzung treten wir den Beweis an, dass meine Arbeitsthese stimmt – oder wir widerlegen sie.

Viel davon ist noch in meinem Kopf und soll nun in Bits und Bytes gegossen werden. Du kannst mich unterstützen: Teile diese Seite, schreibe mir Deine Fragen, gib mir finanziell Rückenwind, sende mir Links. Ich bin offen für Deine Anregungen, Anliegen und Wünsche.

Arbeiten und Leben im Mittelstand

Sinnvoll Wirtschaften in unserer VUKA-Welt

Aufbauend auf meiner Arbeitsthese von oben, hier meine Antworten zur Kunst des Gastgebens in kleinen und mittelständischen Firmen.

Die Kunst des Gastgebens — Einführung & Grundlagen

Wie stellst Du den Bezug zum Humanismus her?

Humanismus ist eine Haltung, die von der Achtung der Würde des Menschen geprägt ist. Sie ist getragen von der optimistischen Einschätzung, dass die Menschheit fähig ist, zu einer besseren Existenzform zu finden. Humanisten entwerfen ein Gesellschafts- und ins­beson­dere Bildungs­ideal, dessen Verwirklichung jedem Menschen die bestmögliche Persön­lich­keits­ent­fal­tung ermöglichen soll.

In der Anwendung von Humanismus auf eine "humanistische Wirtschaft" suche ich noch nach der Balance zwischen dem Ansatz der Renaissance-Humanisten, die sich eine optimale Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch die Verbindung von Wissen und Tugend erhoffen, und den externalistischen Philosophen, die die menschliche Lebensform nur als eine unter vielen auffassen und so die Welt als Ganzes (mit allen Lebewesen) begreifen. Letzteres ist insbesondere unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit unseres menschlichen Tuns interessant.

Dies als Einstieg. Ich freue mich auf viele Diskussionen und den philosophischen Diskurs.

Worum geht es Dir in Bezug auf Aufklärung?

Ich halte es da mit Immanuel Kant:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Immanuel Kant

Was ist Sinnkopplung?

Sinnkopplung ist der Moment, in dem ein Mensch emotional, unbewusst und bewusst an jemanden beziehungsweise etwas so anknüpft, dass sich von diesem Augenblick an sein Denken und Handeln ändert. Dieses Etwas kann ein anderer Mensch, eine Bewegung, Idee, Gemeinschaft, Marke, eine Firma und so weiter sein.

Zufriedene Mitarbeiter gehen in eine freiwillige Sinnkopplung und erfüllen sich nach praktischen, kulturellen und philosophischen Maßstäben selbst.

Gebhard Borck

Weitere Informationen zum Konzept von Gebhard Borck findest Du via www.sinnkopplung.de

Was ist WandelMut?

WandelMut ist eine Wortschöpfung von Barbara Bucksch, Helene Neugebauer, Jolanta Anna Czagin, Martin Aigner, Melania Melitopoulos, Michael Cramer und Sacha Storz. 2015 hatten sie mich als Keynote-Speakerin auf das PM Camp München genau zu diesem Thema eingeladen. Je länger ich mich mit diesem Begriff beschäftige, desto genialer finde ich ihn.

Auch WandelMut ist für mich eine Grundhaltung. Sie bedeutet, Veränderungen gegenüber aufgeschlossen zu sein und zu bleiben. Es ist der kluge Umgang mit der Ungewissheit der Zukunft. Es ist ein Führen mit Sinn im jeweiligen Kontext. Rund um das Denkmodell arbeite ich gemeinsam mit Gebhard Borck an unterschiedlichsten Konzepten, "WandelMut" zu konkretisieren und besser für die Praxis greifbar zu machen. Aktuell gehören dazu:

Via www.wandel-mutig.de fasse ich meine Erkenntnisse zusammen.

Was verbindest Du mit dem Begriff Anfängergeist?

Eng mit WandelMut ist für mich Anfängergeist verbunden. Anfängergeist integriert Humanismus, Aufklärung, Sinnkopplung und WandelMut: Um im Sinn koppeln und mit Sinn führen zu können, setzt dies den klugen Einsatz unserer Intuition voraus. Wir müssen wieder lernen, unserm Bauch und unserem Herz zu vertrauen.

Wie lernen wir dies? Nun, durch das (bewusste) Erleben und Erfahren. "Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel." sagte einst der bereits oben schon zitierte Immanuel Kant. Was heißt das in Bezug auf Unternehmertun?

Wir brauchen das Experimentieren, das Ausprobieren, das Erproben, das Verwerfen und Neubeginnen. Ich nenne es Anfängergeist. Um ihn zu stärken entwickelte ich ein Vorgehen und nenne es Realexperimente:

Realexperimente für Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft
[madiko. Zum Vergrößern klicken oder PDF herunterladen.]

Meine Erkenntnis: In der Selbstbestimmtheit und damit Selbstwirksamkeit des Einzelnen liegt der Schlüssel für Selbststeuerung einer Organisation.

Bei partizipativen Veranstaltungen können wir das üben, erproben und voneinander lernen.

Die Kunst des Gastgebens — Methoden-Baukasten

WorldCafé

WorldCafés sind ein (ergebnis)offenes Veranstaltungsformat, bei dem Gespräche in „Kaffeehaus-Atmosphäre“ im Mittelpunkt stehen. An Café-Tischen werden Erfahrungen und Wissen zu einer konkreten Frage ausgetauscht. Nach 20 min verteilt sich die Gruppe auf neue Tische. Jeder Reisende nimmt die entscheidenden Erkenntnisse an den nächsten Tisch mit. Über mehrere Runden wird so ein kreativer Prozess in Gang gesetzt. Dabei arbeiten die Teilnehmer in kleinen Gruppen von 4 bis 5 Personen. Entstehende Gedanken und Ideen notieren sie auf den Papiertischtüchern des Cafés. Auf diese Weise werden die Ergebnisse unmittelbar dokumentiert.

WorldCafés können für sich allein als eigenständiger Event stehen oder als Element in eine größere Veranstaltung eingewoben werden.

  • geeignet für: 12 bis 2.000 Teilgeber
  • Zeit: 1,5 bis 3 Stunden
  • Raum: 1 großer Raum
  • Setting: Café
  • Selbstorganisationsgrad der Gruppe: gering / mittel / hoch
  • Zahl der Moderatoren: 1, Co-Moderatoren bei größeren Gruppen
  • Ergänzende Formate: Perlenlese, Dialog, BarCamp, OpenSpace, Impuls-Keynotes

Mehr Informationen: Die Kunst des Gastgebens » WorldCafé

Tipps & Kniffe für den Meister

Wie schaffe ich mir in einer Großgruppe Gehör?

In partizipativen Veranstaltungen bist Du als Moderator immer wieder mit der Situation konfrontiert, Dir Gehör von allen verschaffen zu wollen: Zum Beispiel zum Einläuten neuer Runden der gemeinsamen Arbeit (Time-Boxing) oder auch um eine Frage aus der Gruppe für alle zu beantworten oder schlicht das Buffet zu eröffnen.

Natürlich kannst Du jetzt eine Trillerpfeife, eine Vuvuzela, einen Gong oder einen lustigen Klingelton Deines Smartphones verwenden. Es gibt jedoch noch eine Vorgehensweise, die für die Beteiligten angenehmer und genauso effizient ist:

Du stellst Dich an eine gut einsehbaren Platz im Raum und hebst beide Hände. Nun sind alle Menschen, die Dich wahrnehmen, aufgefordert, gegebenenfalls ihren Satz zu beenden, dann zu schweigen und ebenfalls beide Hände zu heben. Da dies wiederum andere sehen, kommt ein Schneeballsystem in Gang und der Raum wird binnen kürzester Zeit ruhig. Dann kannst Du Dein Anliegen loswerden. Danach können alle weitermachen oder eben zur nächsten Aufgabe übergehen.

Habe ich es mit einer Gruppe zu tun, die in Partizipation ungeübt oder zumindest wenig vertraut ist, erkläre ich diese Methode zu Beginn der Veranstaltung. Bei Großveranstaltungen lernen die Menschen dieses Vorgehen jedoch sehr schnell von anderen durch Imitation.

Walddorfschüler kennen diese Methode auch als "Flüsterfuchs", "Leisefuchs" oder "Pommes-Gabel". Wundere Dich also nicht, wenn der ein oder andere das Handzeichen von gespitzten Ohren (Zeigefinger und kleiner Finger zeigen nach oben) und des geschlossenen Mundes (Daumen, Mittel- und Ringfinger berühren sich) gibt. Davon halte ich allerdings nichts, da es das Erkennungszeichen der Grauen Wölfe, einer rechtsextremen Gruppierung, ist. Mehr Info siehe Wikipedia: Leisefuchs.

Zu meiner Person

Wer bist Du?

Mein Name ist Franziska Köppe. 1975 kam ich in Gera zur Welt. Aufgewachsen sowohl in einem thüringischen Dorf bei Gera als auch der Großstadt Leipzig kenne ich beide Welten. Ich zähle mich selbst zu den Generalisten. Mich faszinieren die Naturwissenschaften genauso wie Geistes-, Sozial- und Wirtschafts- oder Kulturwissenschaften.

Ich bin nicht unbegabt, was Handwerk, Technik oder auch Kleinkunst betrifft. Ich praktiziere und experimentiere mit meinem Können. Ich bin sehr wissbegierig und neugierig. Mich fasziniert, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Dabei begeistert mich in allem die Anwendung von Wissen. Es ist diese Mischung aus Philosophieren und Umsetzen, die mich anzieht. Ich habe jedoch erkannt, dass es in jedem Gebiet Menschen gibt, die Meister ihres Faches sind. Sie als Vorbild strebe ich danach, in meinem Können besser zu werden. Stets auch bemüht, mit meinem Tun zur Gesellschaft beizutragen. Orientiert an der Frage: Wie will ich leben (arbeiten). Und was wünsche ich uns als Gemeinschaft.

Ich bin Meisterin darin, die unterschiedlichen Disziplinen zusammenzubringen. Ich schlage Brücken, öffne Türen und fungiere gern als Übersetzerin zwischen den Welten.

Was machst Du?

Im Kontext der "Kunst des Gastgebens" beschreibe ich mich so:

Ich bin Gastgeberin für Experten aus den verschiedensten Disziplinen und Branchen. Ich bringe Denker und Praktiker mit Anfängergeist zusammen. Auf Augenhöhe tauschen wir uns fragend wie wissend aus.

Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen inspiriere ich. Ich biete Raum, der begeistert und zur Umsetzung motivieren soll. Um einen hohen Bezug zur eigenen, gelebten Praxis herzustellen, lege ich neben dem Vermitteln von Fachwissen vor allem den Schwerpunkt auf den persönlichen Erfahrungsaustausch unter den Beteiligten. Dafür lasse ich sie im höchstmöglichen Maße am Event aktiv partizipieren und mitgestalten.

madiko steht dabei für Klasse statt Masse, Vielfalt und grenzüberschreitendes Denken. Das Design der Veranstaltungen – sowohl vom Ort, den Rahmenbedingungen als auch den Methoden – stimme ich eng auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ab. Mein Anspruch: Dich einbringen macht Spaß.

Welche Erfahrungen rund um Events bringst Du mit?

Meine Freude, Events auf die Beine zu stellen, entdeckte ich im zarten Alter von 5 Jahren. Zusammen mit meinem jüngeren Bruder gestaltete ich kleine "Programme" bei Familienfeiern. Wir sorgten stets für viel Gelächter. Wobei er der Charmeur und Clown von uns beiden war. Ich habe viel von ihm gelernt.

Als Jugendliche war ich gern Teil des Orga-Teams meines Orchesters. Zusammen bereiteten wir Konzerte vor und nach. Wir sorgten gemeinsam dafür, dass der Orchesterbetrieb am Laufen blieb. Regelmäßig war ich diejenige, die im Freundeskreis Ausflüge und Kulturprogramm (Kabarett, Theater, Oper, Ausstellungen usw.) organisierte.

Dies setzte ich dann an der Uni fort und perfektionierte mein Organisationstalent. Als eine der seinerzeit drei Konzertmeister im Uni-Orchester schafften wir es, unser Publikum von 300 Konzertbesuchern auf bis zu 2.000 regelmäßige Konzert-Begeisterte zu erhöhen – und damit die lädierte Orchesterkasse aufzustocken. Mal ganz davon abgesehen, dass es die Motivation des Orchesters beflügelt hat. (Das ist mehr so Henne und Ei. Dazu aber zu anderer Zeit mehr.)

Aus dieser Zeit hat mich am meisten geprägt, wie wertvoll ein diversitär zusammengesetztes Team ist: Im Orchester hatte ich regelmäßig mit Natur-, Sozial-, Sprach-, Wirtschaftswissenschaftlern, mit Medizinern, Pädagogen, Juristen, Mathematikern, Philosophen, Künstlern und Querdenkern zu tun. Unser gemeinsamer Sinn war, dass wir Musik machen wollten. Nicht nur Noten spielen. Musik, die die Menschen bewegt.

Du ahnst es vielleicht: Davon gibt es zahlreiche Interpretationen und Spielarten. Und doch gelang es uns, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, auf die Bühne zu bringen und dafür so viel Geld einzusammeln, dass sich das Ensemble selbst trägt. Für alle, die es nicht wissen: Ein Programm mit einem in der Regel 95-köpfigen Sinfonie-Orchester einzustudieren und aufzuführen, kann locker 50.000+ Euro kosten. Die meisten semiprofessionellen Orchester haben 2 oder mehr dieser Programme pro Jahr. Es bedarf eines ausgeklügelten "Geschäftsmodells", um das zu wuppen. Ehrenamtlich, versteht sich.

Während meiner Studienzeit arbeitete ich zudem für verschiedene mittelständische Firmen. Und auch dort wurde mein Organsationstalent erkannt und gefördert. Ein Highlight aus dieser Zeit war die Konzeption und Organisation einer Roadshow gemeinsam mit und für Mediziner. Das Ergebnis: Innerhalb von 3 Wochen fanden unterschiedliche Events an 23 Stationen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ebenso vielen Phlebologen, Orthopäden, Protetik-Spezialisten aus Praxen, Kliniken und der Wissenschaft statt. Ich erinnere mich noch gut an die Mischung aus Muffensausen und Stolz, als ich dafür die Projektleitung übertragen bekam. Und die Erleichterung gepaart mit Zufriedenheit, als das entwickelte, erfolgreich erprobte Format dann von den Kollegen in einen jährlichen Tournus überführt wurde.

Als frisch gebackene Diplomkauffrau – wir schreiben nun das Jahr 2000 – fand ich in meinen Kollegen Mitstreiter und mein Einflussfeld wurde international. In Großveranstaltungen brachten wir Menschen aus allen Unternehmensbereichen und aus aller Herren Länder zu Strategie-Treffen zusammen. 9 bis 15 Nationalitäten waren keine Seltenheit. Die Frage, was einen guten Gastgeber – im inhaltlichen wie auch im menschlichen Sinne – ausmacht, wurde komplexer und dynamischer. Und damit meine ich nicht nur, eine Firmen-Weihnachtsfeier mitten im Ramadan zu organisieren...

Schon damals suchten wir nach Wegen, die die Menschen zum Mitgestalten einluden – inhaltlich und kulturell. An Vertriebstagungen und "Annual Management Meetings", die das Geschäftsmodell im Fokus hatten, nahmen stets Menschen aus Entwicklung, Customer Support und Produktion teil. Zudem brachten wir mit Presse- und Kundenveranstaltungen alle Beteiligten zusammen, um die Firma voranzubringen. Besonders intensiv erlebte ich das dann auf Messen, wenn bis zu 150 qm Standfläche mit einem Team von 50 Kollegen aus aller Welt von uns bespielt wurden.

Auch bei meinem zweiten Arbeitgeber seit dem Studienabschluss war ich Teil der Vordenker und Gestalter von Veranstaltungen. Wir stellten Erfahrungsaustausche, Marktplätze und Fachkongresse, Presse-Events, Tag der offenen Tür bis hin zu Fußballtournieren mit Kunden auf die Beine. Ich unterstützte das Schulungsteam, die interne und externe Akademie auf- und auszubauen. Als Teil des Markt-Teams bereiteten wir Events für unterschiedlichste Kommunikationszwecke vor und waren oftmals selbst Teil davon. Auch wenn ich es seinerzeit ob seiner Reglementierungen verflucht habe: Die Weiterentwicklung des Prozesshandbuchs, hat mich extrem viel in Konzeption, Durchführung und Dokumentation von Veranstaltungen gelehrt.

Seit 2009 bringe ich meine konzeptionellen Stärken und Erfahrungen im Veranstaltungsdesign nun in Gemeinwohl-Projekte und die Weiterentwicklung von Firmen aus dem Mittelstand ein. Ich war und bin Unterstützerin unzähliger Events, die ein möglichst hohes Maß an Partizipation und Mitgestalten ermöglichen. Im Rahmen meiner Freiberuflichkeit begleite ich Veranstalter mit Coaching, Supervision, Mentoring und bei Bedarf in der Umsetzung. Ich vermittle Impulsgeber aus meinem Netzwerk. Eigene Veranstaltungen dienen dazu, die EnjoyWork-Community zu stärken und den interdisziplinären Diskurs zu fördern.

Heute setze ich mich dafür ein, dass das Zusammentreffen von Menschen die Beteiligten beflügelt. Damit es ihnen einfach(er) fällt, sich für Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft zu entscheiden.

Diese Seite entwickelt sich weiter. Gern halte ich Dich auf dem Laufenden, wenn wir neue Gespräche publizieren oder neue Fallbeispiele, Methoden, Tools, Konzepte usw. online sind.

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Dich interessiert das Große, das Ganze? Dann schau auch mal bei Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft vorbei.

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Vielen Dank!